05.05.2014

Euroweb, Berger, Buchholz: erste Reaktion auf Strafanzeigen - Musterschreiben f├╝r Anschluss an Strafanzeige wegen Prozessbetrugs

Neu ist es nicht, dass die Euroweb Internet GmbH die seltenen, aber in jedem Einzelfall (auch) durch das Bel├╝gen der Gerichte zustande gekommenen Urteile ├╝ber die angeschlossene Kanzlei des Philipp Berger (D├╝sseldorf/Niederkr├╝chten)und des Andreas Buchholz (D├╝sseldorf/Bochum) ver├Âffentlicht.

Neu ist es auch f├╝r mich nicht, dass Personen, die ich nach solchen Handlungen als nichts anderes denn als assozial handelnde Kriminelle ansehen kann, versuchen, meinen Ruf zu sch├Ądigen und dazu weitere, nicht g├Ąnzlich unerhebliche Straftaten begehen.

Neu ist aber, dass die Urteile durch die auff├Ąllig h├Ąufig den Namen und Adresse wechselnde Kanzlei (nennt sich aktuell "Buchholz und Kollegen GbR)" neuerdings ohne Zahlen ver├Âffentlicht werden. Da geht wohl jemand nach meinen Analysen der Vortr├Ąge vor Gerichten, dem Vergleich mit den Gesch├Ąftsberichten und den danach f├Ąlligen Strafanzeigen wegen Prozessbetruges "der Arsch auf Grundeis".
(bis hier her alle: StA D├╝sseldorf, 90 JS 149/13)

Dazu kommen nat├╝rlich die Berichte:
Bei der Beweislage h├Ątte ich, w├Ąre ich einer der Angezeigten (Christoph Preu├č, Daniel Fratzscher, Philipp Berger, Andreas Buchholz) auch Angst um meinen Arsch.

Vorschlag f├╝r den Anschluss an diese Strafanzeige (nicht zutreffendes streichen), Weiteres ggf. erg├Ąnzen:

[Name, Adresse]
[Ort] am [Datum]


Staatsanwaltschaft D├╝sseldorf
Postfach 10 11 22

40002 D├╝sseldorf

(per Fax an 0211 6025-2929)


Betreff: Anschluss an Strafanzeige in der Sache StA D├╝sseldorf, Az 90 JS 149/13 wegen bandenm├Ą├čig begangenen Prozessbetruges gegen Christoph Preu├č, Daniel Fratzscher, Philipp Berger, Andreas Buchholz

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schlie├če mich der Strafanzeige des Herrn Reinholz an und stelle Ihnen einen weiteren Fall mit identischem Tatmuster, begangen durch die bereits Beschuldigten, vor.

In dem Verfahren [Aktenzeichen] des [Gericht] (ggf: und der Berufung [Aktenzeichen] des [Obergericht]) hat die Euroweb Internet GmbH / Webstyle GmbH durch die Kanzlei der wissentlich teilnehmenden Anw├Ąlte Berger und Buchholz wie folgt vors├Ątzlich unwahr vorgetragen um das Gericht zu t├Ąuschen und hierdurch zum Vorteil der Euroweb Internet GmbH / Webstyle GmbH einen unrechten Verm├Âgensgewinn zu erzielen:
  • Der Aufwand f├╝r die Erstellung der Webseite betrage [Betrag] Euro.
  • Die Euroweb Internet GmbH / Webstyle GmbH besch├Ąftige ausschlie├člich fest angestellte Webdesigner .
  • Die Euroweb Internet GmbH / Webstyle GmbH besch├Ąftige fast ausschlie├člich fest angestellte Webdesigne. Nur [Zahl] Prozent der Auftr├Ąge w├╝rden von Freiberuflern erledigt.
  • Es habe kein anderweitiger Erwerb durch anderweitige Besch├Ąftigung des Webdesigners stattgefunden.
Der Anzeigeerstatter, Herr Reinholz, hat bereits umfangreich dazu ausgef├╝hrt,
  • dass dieser Vortrag im Widerspruch zu einer Zeugenaussage des Daniel Fratzscher steht,
  • mit den Bilanzen bzw. der Gewinnrechnung aus den Gesch├Ąftsberichten unvereinbar ist und
  • dass den Anw├Ąlten Berger und Buchholz bekannt war, dass der Vortrag unwahr ist, diese aber dennoch so vortrugen oder durch Angestellte so vortragen lie├čen und die Taten insgesamt damit wissentlich und willentlich mit begingen.
Die Tat wurde in der Berufung fortgesetzt.
Es blieb beim Versuch, weil das [Berufungs]Gericht den Antrag [weitgehend] ablehnte.
Es blieb beim Versuch, weil die Klage nach Beweisantritt, dass das nicht stimmen k├Ânne, zur├╝ck genommen wurde.
Die Tat wurde vollendet, weil das [Berufungs]Gericht der Euroweb Internet GmbH / Webstyle GmbH im Urteil den Betrag von [Euro] zusprach.
Die Tat wurde vollendet, weil ich auf Druck des [Berufungs]Gerichts, welches dem Vortrag der Beschuldigten glaubte und weil ich nicht glaubte diesen Vortrag widerlegen zu k├Ânnen, einen f├╝r mich nachteiligen Vergleich abschloss, was ich ohne diese T├Ąuschungen keinesfalls getan h├Ątte.


[Unterschrift]
[Name]
[Ort, Datum]
Kopie (bevorzugt als PDF) bitte an mich: joerg.reinholz@gmail.com oder als Fax: 0561 3172276

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Es blieb beim Versuch, weil die Klage nach meinem Vortrag und Beweisantritt, dass das nicht stimmen k├Ânne, zur├╝ck genommen wurde." Der Satz taugt nicht als Muster, das "nach meinem Vortrag" muss weg.

. hat gesagt…

Naja. Das konnte raus - oder auch nicht. Aber dass der Satz deswegen nicht als Muster taugt halte ich f├╝r ├╝berzogen.

Anonym hat gesagt…

Warum? Entweder, du schreibst den Satz, dann passt er, oder ein Gesch├Ądigter schreibt ihn, dann passt er nicht - als Muster. Er ist ja nicht du!?

. hat gesagt…

Warum...

"Es blieb nur deshalb beim Betrugsversuch weil der beinahe Gesch├Ądigte die L├╝gen der Euroweb unter Beweisantritt widerlegte."
Obiges ist die Sache aus meiner (der Dritter) Sicht

"Es blieb beim Versuch, weil die Klage nach meinem Vortrag und Beweisantritt, dass das nicht stimmen k├Ânne, zur├╝ck genommen wurde."
Das ist die Perspektive desjenigen, der sich der Anzeige anschlie├čt.

Das war ICH also gerade nicht.

Anonym hat gesagt…

"... 16.1.2012 ...
Die Kanzlei BERGER LLP (K├Âln) erwirkte unl├Ąngst in eigener Sache mehrere einstweilige Verf├╝gungen gegen rechtsverletzende Internet-Beitr├Ąge und nahm hierf├╝r das US-Unternehmen Automattic, Betreiber der Blogger-Plattform wordpress.com, in die Pflicht."
Quelle:
http://www.123recht.net/Gerichtsbekannter-Blogger-weiter-im-Abseits-__a109050.html

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
. hat gesagt…

Oh. Sie beeilten sich aber mit dem L├Âschen. Ich hatte das noch gar nicht gesehen (habe ja auch besseres zu tun) Da nehme ich den verspritzten Dreck doch mal auseinander und antworte:

"Nach wie vor obergerichtlich unbeantwortet ist die Frage nach dem Gesundheits- und Geisteszustand des in der Reportage platzgreifend sich darstellenden Webartisten JR aus Kassel."

Die obergerichtliche Entscheidung ging nur Stunden sp├Ąter zu meinen Gunsten aus. M├╝ssten die Herrschaften nicht einen Brief schreiben? Nach K├Âln? Nein, nicht an Dr. Nau. Bei dem brauchen Sie sich nicht beschweren. Es sei denn der hat Ihnen auch noch das Zeug gegeben, unter dessen Einfluss Sie diesen Mist wom├Âglich verzapft haben. Dann w├Ąre da noch ein Brief nach Kassel zu schreiben. "Unterlassungs- und Verpflichtungserkl├Ąrung" sollte da als Betreff drin stehen.

"Dieser hatte in der Sendung behauptet, durch eine Art „Internet-Fangschaltung“ den objektiven Beweis daf├╝r gef├╝hrt zu haben, dass unsere Mandantin - durch uns als Rechtsanw├Ąlte - ihr kritisch gegen├╝ber auftretende Personen mobbte, indem wir unter einem Pseudonym im Internet einen exzessiven Weblog zur Stimmungsmache und Diffamierung betrieben."

"Betrieben" stimmt. Sie haben das Passwort vergessen. Das spricht aber nicht f├╝r Sie! Oder haben Sie eine Schei├č-Angst davor, den Admin-Bereich des Blogs nochmal aufzurufen und sich erneut zu verraten?

"In Anbetracht der extremen Pers├Ânlichkeitsstruktur ..."

Ich ├╝bersetze das mit: "Der Schei├čkerl geht auch dahin wo es weh tut und gibt einfach nicht auf..."

"verzichtete unsere Mandantin auf gerichtliche Ma├čnahmen gegen diesen Teil des WDR Beitrags."

Witzbolde seid Ihr also auch noch?

Aber das ist eine L├╝ge. Denn Ihr verzichtet "auf die gerichtlichen Ma├čnahmen gegen diesen Teil des WDR Beitrags" doch wohl sehr viel mehr, weil Ihr eines nicht wollt: Ein fettes Urteil, in dem dann steht, dass der Blog aus der fr├╝heren Kanzlei Berger Law LLP derselben Partner heraus betrieben wurde - wof├╝r nicht nur das klare Resultat der "Fangschaltung" sondern auch die Inhalte sprechen. Zu bl├Âd, dass ich daf├╝r den einen oder anderen Beweis zu viel habe. Nicht wahr?

Also: L├Âscht den Dreck, Ihr "Giselas"!

. hat gesagt…

Danke f├╝r den Hinweis auf den Google-Cache. Aber ich kann schlecht die Unterlassung verlangen und den Dreck gleichzeitig weiter verbreiten.

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